Verwaltung von Wohnungseigentümergemeinschaften

 

  • Abschluss von Verträgen mit Wirkung für die Wohnungseigentümergemeinschaft im Rahmen der Verwaltungs- aufgaben, Bevollmächtigung von Prozessbeiständen und Vornahme sonstiger Rechtsgeschäfte. Dabei ist jedoch im Innenverhältnis - abgesehen von dringenden Angelegenheiten, Bagatellsachen und Geschäften der laufenden Ver- waltung - die Zustimmung der Wohnungseigentümerin einzuholen - unter Bagatellsachen sind Aufträge mit einem Kostenumfang bis zu einer zu vereinbarenden Höhe zu verstehen.
  • Erstellung und Vorlage des Wirtschaftsplans für das jeweils laufende Jahr.
     
  • Abrechnung aller Aufwendungen des jeweils vergangenen Jahres und Verteilung der Kosten auf die einzelnen Eigentümer. Auf Wunsch können die Kosten so aufgeteilt werden, dass alle auf Mieter umlagefähige Kosten in einem Block übersichtlich zusammen gefasst werden.
     
  • Einberufung und Durchführung einer ordentliche Eigentümerversammlung einmal jährlich – spätestens nach Ablauf von 6 Monaten nach Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres.  Bei der Eigentümerversammlung wird Wert darauf gelegt, dass auch wesentliche neue Aspekte - wie z.B. bei der Änderung von Gesetzen und Verordnungen - zur Sprache gebracht werden.
  • Protokollierung der Beschlüsse der Versammlung und Übersendung einer umfangreichen Protokollabschrift an jedem Eigentümer.
  • Sorgfältige Aufbewahrung aller Unterlagen (im Eigentum der Gemeinschaft stehende Unterlagen, Versammlungs- protokolle, Gerichtsentscheidungen etc.). Hinsichtlich der Aufbewahrung der übrigen Unterlagen gelten die Aufbe- wahrungspflichten des Handels- und Steuerrechts.
  • Durchführung bzw. Veranlassung der ordnungsgemäßen laufenden Instandhaltung und lnstandsetzung. In dringen- den Fällen Einleitung aller zur Erhaltung des gemeinschaftlichen Eigentums erforderliche Maßnahmen.                           
    Für größere Instandhaltungsmaßnahmen, deren Höhe die Bagatellschadensgrenze überschreitet, bedarf es eines Beschlusses des Beirates oder der Wohnungseigentümer.
  • Überwachung und Abnahme aller Instandhaltungsmaßnahmen, evtl. Veranlassung von Mängelbeseitigungen.
  • Beauftragung und Inanspruchnahme der Dienste von Hilfskräften (Hausmeister, Putzfrauen, Architekten, Sachver- ständige, Rechtsanwälte, Heizkostenabrechnungsfirmen, Handwerker, u.a.) in erforderlichem Umfange zur Erfüllung der Verwaltertätigkeit.
  • Nach entsprechendem Eigentümerbeschluss Auswahl eines Hausmeisters und / oder ggf. einer Hilfskraft bzw. eines Unternehmens für die Reinigung des Treppenhauses,  für Gartenarbeiten oder sonstige laufende Dienstleistungen und Abschluß eines Dienstvertrag mit diesen.
  • Beschaffung der für die ordnungsgemäße Bewirtschaftung erforderlichen Gebrauchsgegenstände (z.B. Geräte für Hausmeister, Gartengeräte etc.) sowie Versorgungsgüter (z.B. Heizmaterial).
  • Abschluss aller sonst im Rahmen der Verwaltungsaufgaben erforderlichen Verträge (z.B. Heizungswartung).
  • Einzug der nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Gemeinschaftsordnung von der Wohnungseigentümer- gemeinschaft zu entrichtenden Zahlungen, Mahnung Säumiger und notfalls Beitreibung von Zahlungen, d.h. gericht- liche Geldendmachung von rückständigen Zahlungsverpflichtungen gegenüber säumigen Wohnungseigentümern.
  • Bewirkung aller Zahlungen und Leistungen, die mit der Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums zusammen hängen.
  • Abschluss der in der Gemeinschaftsordnung vorgesehenen Versicherungen und bei Eintritt eines Versicherungs- falles Abgabe der für die Eigentümergemeinschaft sachdienlichen Erklärungen sowie Vornahme der erforderlichen  Handlungen.
  • Überwachung und notfalls Durchsetzung der Einhaltung der Hausordnung und der Erfüllung der den Eigentümern nach den Bestimmungen der Gemeinschaftsordnung obliegenden Pflichten.
  • Soweit einschlägig Abschluss von Verträgen über Vermietung, Verpachtung und sonstige Nutzung des Gemein- schaftseigentums für die Wohnungseigentumseigentümer.
  • Durchführung aller Buchführungsarbeiten.
  • Verwaltung und Führung aller Finanzkonten der Wohnungseigentümergemeinschaft (dabei sind gemeinschaftliche Gelder vom Vermögen des Verwalters gesondert zu halten und die Verwaltungskonten in der Form offener Fremdkonten zu führen).
  • Einrichtung  eines Bewirtschaftungskontos für laufende Angelegenheiten und eines Rücklagenkontos.
  • Verzinsliche Anlage der angesammelten lnstandhaltungsrücklage getrennt vom laufenden Bewirtschaftungskonto. Diese lnstandhaltungsrücklage kann zur Abdeckung kurzfristiger Liquiditätsengpässe auf dem Bewirtschaftungs- konto in Anspruch genommen werden.

 

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